Marathonfahrt und Pannendienst

July 5th, 2011

Montag früh bin ich um 8 Uhr aufgestanden und habe gleich das Motorrad beladen. Um 9 Uhr kam dann Mille vorbei und wir haben noch einmal gut zum Abschied gefrühstückt. Es gab unter anderem leckere selbstgebackene Muffins von meiner Schwester. Um kurz nach 10 ging es dann auch los nach einem Krampf im Bein beim ersten Ankicken und die Motorradhose hat auch gleich wieder am Krümmer gekokelt noch in Winterhausen an der Kreuzung.:p Fahrstrecke zu Hacky nach Hoisdorf ca. 570km. Um 16 Uhr wollte ich da sein, was mir leider nicht ganz gelungen ist?

260 km nach dem ersten Tankstop ging mir der Sprit aus und ich schaltete auf Reserve um. Doch das Lustige war, Motorrad ging aus und lies sich nicht wieder starten. Welch super Zeichen doch gleich am Anfang der Reise? Nach ein paar Minuten Kicken ging die Kiste jedoch wieder an, gerade in dem Moment wo mir ein freundlicher Motorradfahrer helfen wollte.

Weiter ging die Fahrt, allerdings wiederum nur einen Kilometer bis ich erneut ausgerollt bin. Kam direkt vor einer Notrufsäule zum Stehen. Wieder alles gecheckt und in den Tank geschaut, dieser schien leer zu sein, obwohl ich erst vor einem Kilometer auf Reserve umgeschaltet hatte. Was blieb mir nun anderes übrig als an der Notrufsäule um Hilfe zu bitten. Ich rechnete schon mit dem Schlimmsten, das nicht der Motor einen Schaden hatte und ich die Islandtour bereits vergessen kann.
Eine halbe Stunde später kam dann auch gleich der Pannendienst. Wir versuchten es zuerst einmal mit Sprit nachfüllen und nach ein paar Mal Reintreten lief die Suzuki glücklicherweise auch wieder. Was für ein Mist, ist wohl irgendetwas an meinem Benzinhahn kaputt gegangen das die Reserve nicht mehr zuverlässig läuft, super, jetzt darf ich immer rechtzeitig tanken oder noch eine Ladung Sprit extra mit mir herum fahren. Trotzdem gut das die Fahrt weitergehen konnte. Der Pannendienst hat mich übrigens nichts gekostet, Schutzbrief sei Dank. &#59;) @Suzuki DR Foren, aufhören zu lachen! :>

Bin dann um 18 Uhr herum in Hoisdorf angekommen bei Hacky. Wir haben noch ein bisschen Proviant eingekauft und zu Abend gegessen. Dann wollten wir uns noch etwas aufs Ohr legen aber länger als 20 Minuten konnte ich wohl nicht schlafen bis um 23 Uhr auch schon wieder der Wecker klingelte um die Reise um weitere 530km nach Hirtshals zum Fährhafen in Dänemark fortzusetzen.

Die Reise zu der Fähre verlief unproblematisch aber war in der Dunkelheit sehr eintönig. Um viertel 2 überquerten wir die Grenze nach Dänemark und um halb 4 wurde es auch schon langsam wieder hell.
Am Fährhafen packte ich schnell noch meine Sachen um und schon kam die Fähre und wir checkten auf der Norröna ein.

Das Zimmer ist, naja, relativ klein und ohne Fenster, aber hatten ja nur die Holzklasse gebucht. Haben aber sogar ein eigenes Bad mit Dusche und zum Schlafen reichts. Mit uns ist wohl nur noch ein weiterer Reisender im Zimmer. Sonst gibt es hier eigentlich alles was das Herz begehrt und man kann ganz einfach mit Kreditkarte zahlen. Habe noch kurz zugeschaut wie die Fähre den Hafen verlassen hat und hab mich dann um 9:00 Uhr Schlafen gelegt. Hatte ich mir nach 23h auf den Beinen und knapp 1100 km Fahrt auch verdient. &#59;) Bin auch erst wieder um 14:30 Uhr wieder aufgestanden. Danach haben wir uns noch etwas die Fähre angeschaut, jetzt wird es aber langsam langweilig. Daher verfasse ich gerade diesen Eintrag und werde dann etwas TV am Laptop schauen.

Gerade fahren wir an der Küste von Norwegen vorbei, das nächste Mal wird es morgen um ca. 15 Uhr interessant wenn wir auf den Färöer Inseln kurz anlegen.

Los gehts:

Auf der Autobahn:

Langsam sammeln sich die Islandreisenden:

Blick aus meinem "Bett": :)

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GPS Log GPX-File. Einfach herunterladen und mit Google Earth etc. öffnen: (Nur Strecke Hoisdorf nach Hirsthals)
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Hier schon einmal ein Zusammenschnitt meiner Onboard Kamera mit ein paar Strecken in Island. Den Ton hab ich mir gespart, da hauptsächlich Wind zu hören war. :)

Hier noch das Video meiner Videokamera mit einigen Ausschnitten aus Island.

Die Färöer Inseln

July 6th, 2011

Der restliche Tag gestern war relativ eintönig und langweilig. Glücklicherweise konnte ich lange schlafen, legte mich um ca. 23:30 hin und bin auch erst wieder um 11:30 aufgestanden. Nicht schlecht.:p
Doch dann musste man schon wieder schauen wie man die Zeit herum bekommt. Um ca. 15 Uhr haben wir dann die Färöer Inseln erreicht und in Tórshaven angelegt. Aussteigen konnten wir leider nicht dazu war die Zeit zu knapp. Ein paar Fahrzeuge haben die Fähre verlassen, ein paar Neue kamen wieder hinein und das war es. Waren in der Cafeteria Essen und ich dachte schon das war es gewesen als wir bemerkten, dass wir quer durch die Färöer Inseln steuerten. So musste ich gleich nochmal an Deck gehen und einige Bilder schießen.

Die Inseln sahen wirklich toll aus und das Wetter änderte sich jede Minute von warm und sonnig zu regnend oder bewölkt und stürmisch. Auf den Fotos erkennt man leider nicht wie schön die Gegend hier wirklich ist.

Werde jetzt dann bald einmal versuchen in der schwankenden Dusche zu duschen und schätze, dass wir heute nicht zu spät ins Bett gehen da wir morgen sicher zeitig geweckt werden wenn wir endlich Island erreichen. Soviel zu heute.

Auf den Färöer Inseln in Tórshaven angekommen:

Fischerboot:

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Der erste Tag in Island

July 7th, 2011

Um 5:30 Uhr wurden wir heute aus den Betten geklingelt, um 6:30 mussten wir die Zimmer räumen und um 8:30 sind wir dann in Island im Hafen von Seyoisfjörour angekommen. Vorab konnten wir schon Teile der Küste sehen, ich war gleich begeistert obwohl es doch relativ kalt war und ich auch gleich erschrocken war wie viel Schnee denn noch in den Bergen lag.

Angekommen im Hafen kamen wir auch recht schnell aus der Fähre und durch den Zoll, kontrolliert wurden wir nicht. Am Parkplatz umgepackt und los ging es Richtung Egilsstadir gleich ein paar schöne Serpentinen hoch in die ersten Berge an Wasserfällen, Ziegen und Schneefelder vorbei in den Nebel. Die ersten Meter zeigten gleich, dass es in Island sicher viel zu sehen geben wird.

Haben uns anhand des Wetters entschieden im Uhrzeigersinn um die Insel zu fahren da es wohl gerade im Süden bis zu 20 Grad haben soll und das Wetter gegen den Uhrzeigersinn eher schlecht aussieht. Die erste Wettertafel zeigte uns aber auch direkt vor Ort gleich einmal 4 Grad an. *brrr*

Einige Kilometer später wurden wir aber gleich entschädigt als ich eine Rentier Herde am Straßenrand entdeckte. Erste Fotopause. &#59;)

Weiter ging es die Ringstraße Richtung Höfn was unsere Tagesetappe sein sollte. Laut Routenplaner hatten wir 274 km vor uns. Diese Strecke kürzten wir aber wohl ungewollt um ca. 50 km ab was sich wirklich rentiert hat. Eine schöne Schotterstraße zog sich wunderbar kurvig über die Berge. Viele Wasserfälle und Flüsse und eine top Aussicht. Leider habe ich keine Fotos gemacht, allerdings ein Helmkameravideo welches ich noch nachreichen werde. Lustig waren zwei Rollerfahrer die wir unterwegs überholt haben die den Schotter wohl nicht leiden konnten und im Schneckentempo mit den Füßen am Boden der Straße nachgefahren sind. :p

Unten am Meer ging es dann weiter an den Fjorden entlang. Das Wetter wechselte immer wieder ab mit warm und kalt, bewölkt und sonnig. Auch der Wind war zwischendurch immer wieder einmal recht heftig. Zum Glück hat es nicht geregnet. Wenn das Wetter so bleibt bin ich ja fast zufrieden. &#59;) Die 4 Grad waren es ja auch nur am Morgen gewesen.

Zur Mittagszeit kamen wir dann auch schon in Höfn an einem Campingplatz an. Der Campingplatzleiter wunderte sich schon wie wir es so schnell von der Fähre hierher geschafft hatten, dabei haben wir uns in meinen Augen doch sogar Zeit gelassen. :> Schnell waren die Zelte aufgebaut.

Wir gingen einkaufen und wollten uns den Ort ansehen. Es gab allerdings mal überhaupt nichts zu sehen bis auf zwei Tankstellen und einen Netto Einkaufsmarkt obwohl Höfn sogar relativ groß auf der Landkarte markiert ist. Dafür konnte man in einiger Entfernung die ersten Gletscher in den Bergen ausmachen.

Am Abend haben wir noch gut gekocht, bei Hacky gab es Spaghetti und bei mir Hamburger. Umso später es wurde umso mehr Leute trudelten hier am Campingplatz ein. Dabei viele bekannte Gesichter von der Fähre. Am Abend saßen wir noch nett im Aufenthaltsraum beisammen.

Während ich diesen Eintrag verfasse haben wir gerade 23:04 und draußen ist es immer noch richtig hell. Wozu hab ich überhaupt eine Taschenlampe mitgenommen? :) In einer halben Stunde soll die Sonne untergehen aber auch schon wieder kurz nach 3 Uhr erscheinen. Ich freue mich schon auf morgen wenn es weiter geht den Gletschersee zu besichtigen.

Die Rentier Herde:

Zelt steht:

Gletscher im Hintergrund:

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Jökulsárlón und Skaftafell-Nationalpark

July 8th, 2011

Wir sind heute um 8 Uhr herum aufgestanden und haben unsere Sachen zusammen gepackt. Bald darauf ging es los, immer dem Gletscher entgegen. Das Wetter war bewölkt aber in Ordnung.

Unser erster Zwischenstopp sollte Jökulsárlón sein. Es handelt sich hierbei um den größten und bekanntesten Gletschersee Islands. Zwei James Bond Filme wurden hier unter anderem schon gedreht.

Recht schnell war das Ziel erreicht. Eisberge mit eigenen Augen zu sehen war schon einmal ein Erlebnis wert. Wir haben hier einige Zeit verbracht und ich habe mir auch einmal einen kleinen Eisberg gefischt und konnte es mir nicht nehmen einmal daran zu lutschen. Immerhin lassen sich die Russen dieses tausende Jahre alte gefrorene Wasser sogar für ihre Cocktails teuer einfliegen. Was soll ich sagen, hat nach Eis geschmeckt.:p Sind hier am See relativ lange geblieben.

Es ging einige Kilometer weiter wo wir eine kleine Schotterstraße nahmen und noch einen Gletschersee gefunden haben. Dieser war nicht so von Touristen überlaufen und fast genauso schön anzusehen, der kleine Abstecher hatte sich gelohnt. Von dieser Fahrt habe ich auch ein kurzes Helmkamera Video gedreht.

Der nächste Stop sollte der Nationalpark Skaftafell sein. Hier sahen wir auch den ersten größeren Wasserfall, nämlich den Svartifoss. Ab hier begann es dann aber leider leicht zu regnen. Auch die restliche Strecke über die wir dann gefahren sind. So dass wir uns dann in einem ?größeren? Ort eine Unterkunft gesucht haben. Im Regen wollten wir kein Zelt aufstellen so liegen wir hier gerade in einem 2-Mann Bagpacker Zimmer welches ganz ok ist auch wenn es jetzt draußen wieder trocken ist... Glücklicherweise war meine Motorradkleidung komplett wasserdicht, konnte ich vor unsrer Reise noch nicht testen. Wir waren dann noch einkaufen und es gab Rindersteak mit Kartoffeln zum Abendessen. Hacky hat gut gekocht. &#59;) Walsteak soll es hier wohl auch zu kaufen geben, hm, das würde ich doch glatt auch einmal probieren.

Beim Kochen kamen wir noch mit ein paar Isländern ins Gespräch die uns noch viele gute Tipps für die Reise geben konnten. Ebenfalls wurde mir gezeigt wie man in Island spült, hab ich mich so blöd angestellt?:oops::) Einen Stöpsel braucht es nicht, es wird einfach alles mit heißem laufenden Wasser übergossen. Strom und Wasser kostet nämlich in Island so gut wie nichts da es frisches Wasser im Überfluss gibt und Energie leicht über Geothermal Kraftwerke gewonnen werden kann. Ebenfalls wurden wir geschimpft, dass wir Wasserflaschen dabei haben da in Island das Wasser aus dem Hahn wohl fast direkt aus dem Gletscher kommt und sehr sauber ist. Die Isländer kaufen auch kein Wasser. Werde mir jetzt meine Flaschen also nachfüllen und Geld sparen. &#59;)

Morgen wird es sicher auch interessant, wollen unsere erste Hochlandstrecke fahren in die Region Landmannalaugar. Ich bin schon gespannt.:>

Der Jökulsárlón:

Gut hats geschmeckt: :)

Der zweite Gletschersee:

Svartifoss

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Landmannalaugar, Wasser im Motor und Kettenverlust

July 10th, 2011

Als wir heute Morgen aufgewacht sind und aus dem Fenster schauten verhieß es erst nichts Gutes. Es nieselte und alles war grau. Haben uns dann allerdings doch auf den Weg gemacht in Richtung Landmannalaugar ins Hochland.

Bald gab es keine geteerte Straße mehr und wir durften auf Schotter weiterfahren. Umso mehr wir ins Hochland fuhren umso besser wurde dann das Wetter bis die Sonne sogar richtig warm geschienen hat. Die Gegend war einfach gigantisch. Die Berge leuchteten grün und rot wenn die Sonne darauf schien. Kommt auf den Fotos bestimmt gar nicht so rüber, das muss man einfach selbst gesehen haben.&#59;) Hin und wieder überholten wir einen Geländewagen oder Bus.

Doch dann ging es los mit den ersten Furten. Wir natürlich blauäugig und ungeübt hinein ins kühle Nass.:p Die ersten Furten waren noch relativ harmlos doch dann wurden die Flüsse immer tiefer. Und so mussten wir gleich richtig aus unseren Fehlern lernen. Lektion 1 des Furtens, nicht alle Stellen die flach aussehen sind auch flach, voerher besser ablaufen.:> Die erste recht tiefe Stelle erwischte ich und konnte mich gerade noch daraus retten, Wasser im Schuh, juhu.:p Hacky wollte es mir gleich tun, furh allerdings ein bisschen anders und blieb richtig tief im Wasser stecken. Seine DR war ?glücklicherweise? so festgefahren, dass sie von alleine stand und nicht ganz ins Wasser kippte. Allerdings stand dem Motorrad das Wasser bis zur Sitzbank, so dass schön das Wasser in den Motor laufen konnte durch den Luftfilterkasten. Die Koffer mit dem Gepäck standen ebenfalls unter Wasser...

Ich hechtete gleich zum Helfen doch zu zweit gelang es uns nur schwer das beladene Motorrad aus dem Fluss zu ziehen. Glücklicherweise kam ein geländegängiger Bus der wohl mit ein paar älteren Leuten eine Kaffeefahrt machte vorbei und fragte ob er helfen könne. Die Leute hatten ihren Spaß, also erst mal 30 Rentner mit Fotoapparat und Kamera aussteigen lassen die uns von jedem Winkel aus gefilmt haben wie wir bis zum Oberschenkel im arschkaltem Wasser standen und an dem Motorrad gezerrt haben.:-/ Wir haben dann ein Steil um die Gabel gelegt und das dann an dem Bus befestigt. Plötzlich war es ganz einfach die DR aus dem Wasser zu bekommen. 500 Fotos später wurden wir dann glücklicherweise wieder verlassen.

Die DR von Hacky sprang aber leider nicht an, so standen wir auf einer kleinen Insel im Flussbett und Hacky zerlegte sein Motorrad. Er konnte dann die Zündkerze entfernen und mit dem Anlasser Wasser aus dem Zylinderkopf pumpen. Einen Luftfilter hatte ich glücklicherweise noch dabei da man mit dem alten nichts mehr anfangen konnte. Dann sprang sein Motorrad glücklicherweise wieder an und der Auspuff spukte Fontänen. Weiter konnte die Fahrt gehen.

Tiefere Furten liefen wir jetzt lieber erst ab anstatt einfach so hindurch zu fahren. Wasser hatten wir ja nun eh in den Stiefeln.&#59;) Wie würde Hacky jetzt sagen, die wasserdichten Goretex Stiefel haben schon was, wenn da einmal Wasser drin ist kommt es nie wieder heraus.:D Ich dachte erst jetzt frieren wir uns sicher die Füße ab aber das Wasser wurde gleich warm so war das gar nicht so schlimm. Fußpilz lässt grüßen.&#59;) Nichts desto trotz kippte er in einer weiteren Furt doch noch einmal um und seine Kiste lag im Wasser, zum Glück diesmal nicht so tief so konnte das Motorrad schnell geborgen werden. Hacky war dann schon relativ fertig und ich wurde auch schon müde, war aber noch besser gelaunt, da mir noch nichts passiert war, daran sollte sich aber auch noch etwas ändern.B)

In der letzten tiefen Furt hab ich mich dann festgefahren. Hatte nicht ganz die optimale Route gewählt, da ich mich mal wieder nicht an Lektion 1 halten wollte? Ich hatte eben gerade wieder halbwegs trockene Stiefel, wenn auch nicht lange. Hatte es fast auf die andere Seite geschafft da ging die Kiste im Wasser aus. Konnte sie immer wieder antreten und versuchte herauszufahren doch es ging nichts. Hacky kam dann zum herausheben doch zu zweit taten wir uns immer noch schwer. Ein Geländewagenfahrer kam, machte erst einmal wieder ein paar Fotos, dann zog er seine Gummistiefel an und packte mit an. Immerhin.

Am Land angekommen sahen wir dann auch den Schaden. Die Kette war vom Ritzel gesprungen und hatte sich verkeilt, so konnte ich natürlich nicht heraus fahren. Kurz vorher hatte ich mir die Kette schon angeschaut und wollte sie diesen Abend spannen, weit hatten wir es nicht mehr gehabt, bis zum Campingplatz wollte ich noch warten? Das Schrauben ging wieder los und wir rollten wieder, allerdings alle fix und fertig. Beim Versuch mich aus dem Wasser zu retten machte die Kupplung auch ein paar sehr böse Geräusche da sie die Kraft nicht übertragen konnte da die Kette blockierte. Jetzt rutscht mir auch noch die Kupplung beim Fahren zusätzlich zu meiner Kette der ich auch nicht mehr vertrauen kann. Jede Reise dasselbe, Kupplung oder Kettensatz und diesmal beides. Ich glaube ich kauf mir einen Roller, da gibt es keine Kupplung und eine Kette auch nicht.:-/

Unterwegs trafen wir dann einen Motorradfahrer aus Mainz den wir bereits von der Fähre kannten. Er war hier letztes Jahr schon einmal 2 Wochen ehr gewesen und erzählt, dass es zu der Zeit hier höchsten kleine Rinnsale gab und kein Wasser mit der Tiefe und Strömung wie wir es heute erleben mussten. In selbst hat es auch in einer Furt auf die Seite gelegt. Er kannte den Weg aus dem Hochland heraus zu einem relativ nahe gelegenem Campingplatz in Hella und bot uns an zusammen zu fahren. Das Angebot nahmen wir gerne an. Waren dann doch schon relativ müde und da Hackys Alu-Boxen komplett geflutet waren wollten wir auch noch unsere Sachen trocknen.

Das restliche Stück Strecke verlief unproblematisch. War zum Schluss auch echt wieder toll, die Strecke glicht einer Mondlandschaft.
Im Supermarkt kauften wir schnell ein und bauten unsre Zelte auf. Eine Dusche gab es auch endlich mal wieder.&#59;)

Wollten uns nach knapp 200 km offroad heute eigentlich einmal erholen und lang schlafen aber ob das was wird? Island ist normal total menschenleer selbst in den "größeren" Ortschaften, es gibt einfach nichts. Doch wir haben es geschafft unser Zelt neben einem Kinderspielplatz aufzustellen. Direkt vor meinem Zelt ist wohl eine Feier. Die Kinder schreien jetzt kurz nach 0 Uhr immer noch da es leider hell ist und die Leute von der Feier singen jetzt... Wurden zwar gewarnt, da stand das Zelt allerdings schon. Schlimmer allerdings, gleich ums Eck ist hier heute wohl eine Festival Veranstalltung. Die Musik ist selbst hier recht laut, wenigstens nicht zu schlecht. Soll aber bis 5 Uhr früh gehen. Und weil das nicht genug ist haben die hier wohl heute auch noch Flugshow, ein Flieger nach dem anderen fliegt im Sturzflug über den Campingplatz. Ich hoffe ich kann trotzdem schlafen. Jens, wär das nicht genau das Richtige für dich?:p Ich sehe dich schon vom Festival mit blutrot unterlaufenen Augen den Strom ziehen.:>

Fazit zum heutigen Tag, es war alles in allem sehr anstrengend, Mensch und Material fressend, aber die Gegend war einfach super, ich möchte die Tour heute auf keinen Fall missen. Für morgen haben wir uns mal noch keine Tour vorgenommen, werden es wohl lieber einmal einen Tag langsamer angehen lassen.&#59;) Ein Helmkameravideo von heute kommt auch wieder, allerdings habe ich gesehen das die Kamera wohl die letzten Tage schon recht tief eingestellt war?

PS: Ich glaub ich stell mir den Wecker auf 5:30 Uhr wenn die ganzen Schreiköpfe draußen schlafen und donner mal mit dem Motorrad über den Campingplatz.&#59;)

Piste:

Wasser aus dem Auspuff, gehört sich das so?

So dreckig? Dabei komm ich doch gerade erst aus dem Wasser:

Jetzt laufen wir lieber ab: :)

Wasser auch im Stiefel:

Mist:

Man kommt sich vor wie auf dem Mond:

Sachen trocknen: :)

Alle weiteren Fotos dieser Tour:
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