Schloss Bran (Draculaschloss) - Râșnov und einen Abstecher in die Berge

July 14th, 2012

Heute Morgen wachte ich wieder vor dem Wecker auf, es war einfach zu warm. Verabschiedete mich dann von Karsten dem deutschen Motorradfahrer, der weiterzog. Ich selbst trödelte noch ein bisschen herum und machte mich dann auf zum Schloss Bran, dem Draculaschloss. Letzteres ist aber wohl ehr ein Gerücht für die Touristen, wahrscheinlich hat Vlad III. Drăculea das Schloss nicht einmal betreten.

Dummerweise war heute Samstag, das bedeutet es waren gleich einmal sehr viel mehr Touristen vor und in dem Schloss als ich gestern gesehen hatte. Das Schloss selbst war aber auf alle Fälle sehr sehenswert. Alles schön hergerichtet. Das Schloss macht einem erst einmal einen gar nicht so großen Eindruck, wenn man dann aber durch die ganzen verwinkelten Gänge geht, sieht man erst wie groß alles überhaupt ist. War aber auch froh wie ich wieder raus kam. Die engen Gänge, die vielen anderen Touristen um mich herum und dann noch die Hitze im Gebäude. Hatte ja meine Motorradhose und die Stiefel an, die Jacke und den Helm mit Kamera musste ich mit mir herumschleppen. :-/ Auf der nächsten Tour nehme ich wieder mein Schloss mit um diese Sachen einfach am Motorrad anzuschließen.

Weiter bin ich dann gefahren nach Râșnov. Die Österreicherinnen hatten mir die Tropfsteinhöhle und die alte Burgruine ans Herz gelegt. Gesagt getan.

Zuerst machte ich einen Abstecher in die Tropfsteinhöhle. Musste wieder einen Steilen Berg mit meiner ganzen Montur hinauf. Ich habe Island mit seinen kühlen Temperaturen so herbei gesehnt. Glaube mittlerweile ich hab es lieber kalt und regnerisch als einfach nur heiß. Schottland ich komme! B)In der Höhle war es dann aber wenigstens schön kühl. Und ja, man sah Tropfsteine und kein Minigolf. Klasse!!! War aber wieder viel los wegen dem Wochenende, der Tourguide hat seinen Text auch nur auf Rumänisch von sich gegeben. War wohl am Tag vorher mit weniger Besuchern nicht so gewesen. Zur "Show" gehörte es einmal das Licht auszuschalten und still zu sein. Um das Tropfen von der Höhlendecke zu hören und die vollkommene Dunkelheit um sich zu haben. Hat mit den ganzen blöden Touristen leider auch nicht geklappt. Alle Fotos haben geleuchtet und aufgehört zu Labern haben sie auch nicht. Auch das hatten die Österreicherinnen die Tage vorher wohl anders erlebt. Super... Bilder von der Höhle stelle ich keine online, auf Fotos schaut das immer so langweilig aus, man muss einfach selbst drin gewesen sein. &#59;)

Gleich ums Eck war dann die Bauernburg / Ruine Râșnov, welche 1215 vom Deutschen Orden erbaut wurde. Es wäre mal wieder ein etwa 1 km langer Fußmarsch in der Hitze hoch zur Burg gewesen, da musste ich dann leider einmal faul sein. Habe mich für 80 Cent von einem Traktor mit Anhänger mit vielen anderen Touristen heraufkarren lassen und dabei ein Eis gegessen. Ging irgendwie einfacher. B):p Die Burg war den Besuch auch echt wert gewesen, obwohl einige Teile zerstört waren, waren auch viele Häuser im Zentrum der Burg noch in einem guten Zustand. 2008 kam es auf der Burg übrigens zu einem Vorfall mit einem Bären welcher ein paar Besucher jagte. Die Besucher konnten sich nur noch auf das große R von Râșnov retten welches wie das Hollywood Zeichen über der Stadt tront. Mensch ich will auch mal einen Bären hier sehen, wenn auch lieber nicht gejagt werden, das reicht mir schon täglich mit den Straßenhunden. :p

Nach meinen ganzen touristischen Aktivitäten musste ich dann aber doch einmal etwas Fahren, schon alleine um mich abzukühlen. Hatte mir eine Strecke über einen Pass hinauf nach Sinaia herausgesucht, der mitten durch das Bucegi Gebirge führte. Super Landschaft, tolle Kurven, viele Berge. Hatte mir auf meiner Karte einen Weg herausgesucht um auf den 2500 m hohen Gipfel zu kommen. Es handelte sich hierbei aber um einen gesperrten Wanderweg. Na gut, hatte ich mir schon fast gedacht. Wäre dann gerne mit der Seilbahn auf den Gipfel gefahren, diese fährt aber wohl nur im Winter zur Ski Saisson. Noch mehr laufen und schwitzen war definitv nicht drin. Danach ging es wieder zurück zum Campingplatz. Waren heute gerade mal ca. 120 km Fahrt gewesen.

So schön diese Strecke auch war, die Rumänen hatten es mal wieder geschafft totales Verkehrschaos zu fabrizieren. Eine winzige Baustelle welche auf 5 m nur die einspurige Befahrung zuließ. Das hatten die so "gut" geregelt, dass es sich in beide Richtungen bestimmt 5 km gestaut hat. Die Autos standen komplett. Zum Glück bin ich ja mit dem Motorrad unterwegs, ich möchte nicht wissen wie viele Stunden die da noch haben stehen müssen...

War dann noch einkaufen und relativ bald am Campingplatz zurück wo ich erst einmal lange nichts gemacht habe. Habe ein paar Postkarten geschrieben und dann das "Kochen" angefangen. Es gab undefinierbare Hackfleischwürste mit, na was hatten wir schon lange nicht?, na Ketchup Brot!!! :p:p Muss sagen hatte aber echt gut geschmeckt, dabei sah das alles gar nicht mal so gut aus.

Hab schon gesehen, dass meine rumänischen Nachbarn auf dem Campingplatz wohl etwas lachen mussten wie ich so "toll gekocht" habe. Woraufhin eine der Frauen zu mir kam und mir in gutem Deutsch erklärte, dass sie wohl morgen abreisen und noch einiges an Vorräten für mich hätten. Ich bekam einen rießigen Teller mit mehreren Steaks, Hähnchenschenkel, Tomaten und Zwiebeln. Hätten die nicht mal 20 Minuten ehr kommen können? :p Hab für morgen noch einiges übrig und auch schon Proviant für die Fahrt morgen zur Transfogarascher Hochstraße geschmiert. Auf Ketchup Brot versteht sich. &#59;)

Ich weiß gar nicht mit was ich dann die Zeit so schnell herum bekommen hab, ich schätze mal mit nichts tun. :) War dann später noch Spülen und Duschen. Aus der Dusche kam nur noch kaltes Wasser. Wie ich so etwas hasse. Morgen beeile ich mich vielleicht einmal etwas mehr, dann ist das Wasser womöglich noch warm. :)

Kurzen Motorradcheck hab ich am Abend noch gemacht, aber immer noch alles gut. Ich unterhielt mich ein bisschen mit einem Rumänen über Motorräder. Er wollte mir helfen und Licht bringen, doch da war ich mit meinem Check leider schon fertig. :)

Schloss Bran das "Draculaschloss":

Geheimgang im Schloss:

Burgruine Râșnov:

Tolle Aussicht:

Undefinierbares, selbst gekocht:

Das Essen in rumänien wird immer billiger, jetzt gibt es das schon Geschenkt! Genial!

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Transfogarascher Hochstraße, huch wo ist mein Nummenrschild?

July 15th, 2012

Die Sonne brannte, ich bin aufgewacht. Wie immer ließ ich den Morgen erst einmal gemütlich beginnen. Dann ging es los in Richtung Transforgarascher Hochstraße welche ich heute fahren wollte. Direkt nach Bran gingen die schönsten Motorradsträßchen los quer durch die Berge.

Bevor es los ging mit der Gebiergsstraße wollte ich erst noch einmal volltanken, da bestimmt 100 km keine Tankstelle mehr zu finden war. Aber schon einige Kilometer vorher gab es keine Tankstellen mehr, so dass ich wieder ein ganzes Stück zurück fahren musste um an Sprit zu kommen. War ein sehr dubioser Automat. Ein Rumäne wollte mir helfen, irgendwie kam dann jedenfalls Benzin heraus. Durchschnittsverbrauch heute übrigens 4,5 Liter. Habe schon als 7 gebraucht.:p

Die Transfogarascher Hochstraße war dann aber ein echter Traum und die Anreise hat sich dafür gelohnt. Sie führt gleich um einen großen See, den Lacul Vidraru. Viele Rumänen waren auch unterwegs und suchten sich ein schönes Plätzchen zum Grillen. Die Straße überquert das Făgăraș-Gebirge in den Transsilvanischen Alpen / Karpaten und ist 152 km lang. Bis 2042 m schrauben sich die Serbentinen hoch. Oben war dann wieder Trubel gewesen, viele Verkaufsstände die alles Mögliche anboten. Da bin ich lieber ein paar Meter weiter gefahren um mir ein ruhigeren Aussichtspunkt zu suchen. &#59;)

In Rumänien wird übrigens sehr viel an der Straße verkauft. Verdursten muss man nicht und auch zu Essen bekommt man überall etwas. Weiß nur nicht ob ich das auch möchte. :) Oft werden auch Himbeeren am Straßenrand verkauft. Die Leute stehen da den ganzen Tag in der Sonne und versuchen sie los zu werden.

Bin nach der Transfogarascher Hochstraße dann über einen anderen Weg zurück gefahren nach Bran. Waren heute etwas über 300 km, aber war wirklich ewig unterwegs. Von 10:30 Uhr bis nach 18:00 Uhr, man kommt hier auf den Straßen einfach nicht vorwärts. Aber ich hab ja Zeit und nichts Besseres zu tun. &#59;)

Auf dem Rückweg musste ich aber echt nochmal eine total grottige Straße fahren. Schlaglöcher, das glaubt man nicht. Man hat vor lauter Teerflicken nicht mehr erkannt welches Stückchen wohl der originale Fahrbahnbelag war. Musste teilweise im Stehen fahren da es nicht anders ging. Da fährt man auf Schotter aber viel besser. :) Die Autos wurden praktisch zum Slalom fahren gezwungen. Mit meinem Auto möchte ich da echt nicht fahren, das würde mir da sehr Leid tun. &#59;) Einige Straßen in Rumänien sind dann aber auch wieder total gut um das nicht unerwähnt zu lassen. Einmal so, dann wieder so. :)

Hatte dann noch kurz vor dem Campingplatz getankt und gesehen, dass mein Nummernschild wackelt. Naja wollte ich am Campingplatz festziehen. Kurz vor dem Campingplatz halte ich an weil ich eine Post finden wollte, kommt ein Taxifahrer an. Ob ich denn mein Nummernschild verloren habe, er hat es vor ein paar Kilometer auf der Straße liegen sehen. Super... Also bin ich zurück und hab es geholt. Sind schon ein paar Autos drüber gefahren, aber sagen wirs mal so, im besten Zustand ist das Nummernschild schon lange nicht mehr gewesen, geht noch. :p

Die Nummernschildhalterung war aus dem Rahmen herausgerissen, war also nichts mehr mit einfach wieder dran schrauben. Also kurz Dodo angerufen um Tipps einzuholen. Mit dem Verlust von Kennzeichen kennen wir Würzburger uns doch aus. :p Mir wurde empfohlen ein Tetra Pak aufzuschneiden, auf die Innenseite mit Edding das Kennzeichen drauf zu malen und das dann hinzuhängen. Originales Kennzeichen hab ich ja dabei. Gesagt getan, hält, wackelt und hat Luft. :) @Pramus jaja, ich weiß du lachst dir jetzt einen. Aber das Kennzeichen hat mit diesem Halter seit 2009 gehalten und war seit Ligurien so montiert. Da musste ich doch langsam Vertrauen haben! :p Hab übrigens Kabelbinder zum Befestigen benutzt. &#59;)

Zu Essen gab es noch "Reste" von gestern, habe auch schon etwas vorgepackt für morgen. Da will ich die Transalpina in Angriff nehmen und komme der Heimat schon wieder ein bisschen näher. Gegen Bukarest musste ich mich jetzt leider entscheiden, weil hätte ich das noch mitgemacht, wär mir dort nicht viel Zeit geblieben und ich hätte nochmal einige hundert Kilometer mehr fahren müssen. Mein Hintern ist eh schon ganz taub, man kann nicht alles haben wenn man nur begrenzt Zeit hat. :)

Duschen war ich auch noch, heute etwas ehr. Auch schlechte Idee, wenn zu viele Leute Wasser benutzen kommen nur noch ein paar Tropfen heraus. Wann denn dann bitte? :-/

Liege gerade im Zelt und draußen blitzt und donnert es. Die ersten Tropfen prasseln aufs Zelt. Ich hoffe dabei bleibt es. Im Regen Zelt abbauen morgen Früh hab ich nämlich keine Lust. Sonst bleib ich liegen! B)

Lacul Vidraru durch die Bäume:

Viele Serbentinen, da freut sich der Motorradfahrer:

Bastelstunde, das "Neue" Kennzeichen sieht doch fast besser aus als das "Alte": :)

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Transalpina

July 16th, 2012

Kurzer Nachtrag zu gestern. Beim Tröpfeln ist es leider nicht geblieben. Das Gewitter kam direkt über den Campinplatz, mein Zelt wäre wahrscheinlich weggeflogen, wäre ich nicht drin gelegen. Ein Blitz jagte den nächsten. Hatte leider den Hering vom Vorzelt nicht gescheit drin stecken weil der schon etwas krumm war, und schon hatte sich das Zelt losgerissen. Hab es aber wieder befestigen können und alle Sachen unter meinem Vorzelt zu mir in den "Schlafbereich" sichern können. Zelt hat dann echt gut gehalten, eine Ecke wurde minimal feucht, das war es, obwohl draußen Weltuntergangsstimmung herrschte.

Der Morgen war dann wieder trocken, also lud ich eifrig auf und kaufte als Mitbringsel noch einen Vampirwein. Es ging wieder zur motorradfreundlichen Seite von Bran heraus, die Strecke die ich gestern schon gefahren war. Die Fahrt verlief wie immer relativ langsam aber problemlos. Etwas schneller kam ich voran da nicht mehr soviel Verkehr herrschte wie am Wochenende. Nach ca. 200 km hatte ich Novaci erreicht, wo die Transalpina für mich begann und sich die Berge nach oben hinaufschlängelt auf 2145 m Höhe über dem Meeresspiegel. Eine super Aussicht! Wurde ausnahmsweise einmal richtig kühl, war ich schon gar nicht mehr gewohnt. :) Die Transalpina ist für mich auf alle Fälle genauso fahrenswert wie die Transfogarascher Hochstraße!

Die Straße selbst ist meist in einem guten Zustand, oft frisch geteert, hin und wieder ein paar Meter Schotter, hätte mehr sein dürfen. Mitten unterwegs wurde ich plötzlich von einem Mann mit Funkgerät angehalten. Hatte kein Wort verstanden was er wollte, vielleicht hätte ich mal die Kopfhörer mit Musik aus den Ohren holen sollen, egal. :) Bin dann weiter gefahren und ums Eck stand ein Kamerateam mit Videowagen welches mich filmte. Bald werde ich noch prominent. Letztes Jahr war ich mit Hacky ja bereits in der Island Nachrichtensendung wie ich im Fluss feststeckte. :p

Als die großen Pässe dann vorrüber waren, war die Fahrt noch lange nicht langweilig. Kleine Flüsse, tolle Felsformationen, viel Wald. Schließlich kam ich auf der anderen Seite der Karpaten in Sebeș heraus. Waren glaube ich so um die 150 km.

Einen weiteren Plan wie es denn weiter gehen sollte hatte ich nicht mehr. Ich hab alles gesehen in Rumänien was ich sehen wollte und was in erreichbarer Nähe war, also was tun? Entschloss mich einige Kilometer der Heimat entgegen zu fahren, da es noch zu bald war sich schon eine Unterkunft zu suchen.

Bin jetzt in Arad gelandet in einem echt coolen Hotel. Zimmerpreis absolut bezahlbar und groß. &#59;) Die Grenze zu Ungarn ist nicht mehr weit. Es waren dann heute so 500 km Fahrt die echt Spaß gemacht hat, nur die letzten Kilometer nach Arad waren etwas fade da nur gerade aus und alles sehr langezogen.

War dann jetzt ehrlich gesagt etwas faul, Motorrad steht noch voll bepackt vor dem Hotel. Habe nur meine "wertvollen" Sachen mit rein genommen der Rest bleibt festgezurrt, spar ich morgen Zeit und Nerven. Und wenn jemand meinen Packsack klauen möchte, viel Spaß mit den alten Unterhosen. :p

Wollte eigentlich unten im Hotel etwas essen gehen, hatte aber auch meine Schuhe im Packsack gelassen. Kurze Hose und Motorradstiefel kommt uncool. :p Hatte bisher erst ein Salamibrot gegessen aber auch noch keinen großen Hunger. Also das restliche Salamibrot im Zimmer vernichtet + Müsliriegel welche ich die letzten Tage schon ganz vergessen hatte, hat auch gereicht. Bin jetzt eh total müde, wird Zeit fürs Bett.

Nach Hause sind es jetzt noch genau 1111 km. Wolte ja eigentlich auf 2 Tage heim fahren, aber das ist ja schon fast wieder machbar. Warum tu ich mir so etwas nur immer an? :> Naja ich mach morgen mal los und schau wie schnell ich voran komme. Dementsprechend entscheide ich ob ich noch einmal unterwegs übernachte oder bereits morgen nach Hause komme.

Eine Kleinigkeit ärgert mich aber jetzt wo ich Rumänien fast verlassen habe. Ich habe es nicht geschafft eine der unzähligen Pferdekutschen zu fotografieren auf denen manchmal die tollsten "Hochbauten" transportiert werden. Wollte immer auf eine "bessere Gelegenheit" warten, jetzt ist sie vorbei. Naja was solls. :)

Hier noch ein paar Bilder von der Transalpina, viele schöne Ecken habe ich aber gar nicht fotografiert sonst wäre ich gar nicht zum Fahren gekommen:

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Wie immer, am Stück zurück :)

July 29th, 2012

Bin schon ein paar Tage daheim aber möchte euch den letzten Tag natürlich nicht vorenthalten.

Bin um 8 Uhr aufgestanden und um 9 Uhr war das Motorrad fertig gepackt und ich konnte die Fahrt beginnen. Ok, es war ja noch von gestern fast vollständig geladen gewesen.

Konnte dann Rumänien relativ bald verlassen. Ein kurzer Blick auf den Ausweis und weiter gings. Hatte gelesen, dass man evtl. kein Benzin im Kanister mit über die Grenze nehmen darf, hat aber niemanden gestört. Sonst hätte ich halt an der Grenze den Kanister in den Tank geschüttet, was solls.

In Ungarn musste ich dann auch erst mal noch 150 km Landstraße fahren. Kam hier aber deutlich schneller vorwärts als in Rumänien.

Dann ging es auf die Autobahn. Wetter war heute echt gut zum Fahren, nicht zu heiß, nicht zu kalt. Aber relativ windig. Hat das Windschild an meinem Helm ganz schön herumgebeutelt, so dass ich es an einem Tankstop abmontiert habe, danach konnte ich deutlich gemütlicher fahren.

Schnell war Österreich erreicht. In Wien ging es ab von der Autobahn und man musste ein Stück durch die Stadt fahren, fande ich gut, so habe ich ein bisschen was von Wien sehen können. Hätte mir vielleicht mehr angeschaut, hat dann aber das Tröpfeln begonnen, so habe ich geschaut, dass ich weiter komme. Dummerweise sind mir dann beide Befestigungsbendel meiner wasserdichten Handschuhe herausgegangen, so dass mir bei starken Regen sicher das Wasser in die Jacke gelaufen wäre. So konnte ich den restlichen Tag auf gutes Wetter hoffen. An einer österreichischen Tankstelle habe ich noch ein paar Mozartkugel Schnaps eingekauft, als kleines Geschenk an zu Hause.

Und schon war Deutschland erreicht. Hier wurde ich dann gleich vom Regen empfangen. Der hielt zum Glück nicht all zu lange an.

Um 21 Uhr kam ich zu Hause an. Fahrt war wirklich ganz ok. Der Hintern war ein bisschen taub aber sonst ging es echt. Und 12 h Fahrt für 1111 km inkl. 6x Tankstop (ja da waren die 7 l Verbrauch wieder auf der Autobahn :p) waren echt ok. War froh, dass ich nicht wieder mitten in der Nacht angekommen bin. Schö wars, Reise leider wieder vorbei. :) Tetra Pak Nummernschild hat optimal gehalten und niemanden hat es gestört. &#59;)

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Fazit!

July 29th, 2012

Mit diesem letzten Eintrag möchte ich einmal wieder meinen Reisebericht abschließen.

Gesamtstrecke 3975 km. Alle Punkte die ich angefahren habe, haben mir wirklich sehr gut gefallen. Das nächste Mal würde ich mir vielleicht ein paar kürzere Tagesetappen einplanen, waren diesmal teilweise schon recht weite Strecken zu fahren, ein bisschen mehr Erholung schadet auch nicht. :p

Mit dem Wetter war ich auch recht zufrieden gewesen. Wie ich in Island gefrohren habe, habe, habe ich jetzt in Rumänien geschwitzt. Hat beides seine Vor- und Nachteile. Man kann ja immer mal ein bisschen abwechseln. &#59;)

Meine Helmkamera hatte ich zwar dabei, hab aber diesmal bewusst auf Videos verzichtet. Hab es ja noch nicht mal geschafft die Island Helmkameravideos online zu stellen. Da ist man dann nur immer beschäftigt die Kamera einzustellen anstatt sich auf die schöne Gegend zu konzentrieren.

Was ging diesmal kaputt? Gerade mal die Nummernschildhalterung und die Bendel zum Zuziehen meiner Handschuhe. Ich kann es gar nicht glauben, das gab es noch nie! 2 Liter Motoröl habe ich aber fast gebraucht. Allerdings auch für den Kettenöler. Denke mal für knapp 4000 km ist das echt ok.

Was ich das nächste Mal wieder mitnehme ist ein Fahrradschloss um bei Hitze den Helm und die Jacke doch wieder ans Motorrad anschließen zu können damit man es nicht überall mit hinschleppen muss. Dann noch den EU-Camping Stromstecker, hier hätte ich mein Laptop am Campingplatz in Bran direkt am Zelt laden können und nicht im Bad. Letzteres geht aber natürlich auch. Von 10 m Stromkabeln, 3-Fachsteckdosen etc. bin ich ja schon seit Island abgekommen, einfach nur unnötiger Balast.

Zu Rumänien selbst habe ich ja schon genügend geschrieben. Auf alle Fälle ein Land welches eine Reise wert ist. Habe fast nur positive Erfahrungen gemacht. Verpflegung, Unterkunft und Sprit ist günstig, teilweise sehr günstig. Man findet auch überall eine Unterkunft und muss nicht zu weit im Vorheraus planen. Straßenverkehr ist für manche Leute vielleicht gewöhnungsbedürftig, ich bin gut klar gekommen und mag das sogar ein bisschen wenn alles etwas drunter und drüber geht.

Als Navi hatte ich diesmal das Navigon Europe auf meinem iPhone. Muss sagen, das ist echt ein klasse Produkt, was alles kann. Hat auch extra eine Motorradfunktion und es können "schöne" Strecken ausgewählt werden was ich teilweise auch genutzt hatte. Alle Straßen waren aktuell, das Navi reagiert schnell, gute POIs, viele Funktionen, gibts echt nichts daran auszusetzen. Und das sage ich nicht nur weil ich jetzt auch bei Garmin (ehemalig Navigon) arbeite. :p Nachteil, allerdings liegt das am iPhone, wenn es zu heiß wird schaltet es sich aus und das kann im Tankrucksack sehr schnell passieren wegen Hitzestau. Habe das iPhone dann aber einfach in eine kleine Lenkertasche allein hineingelegt wo es vom Fahrtwind gekühlt wurde. Man sieht zwar nichts auf dem Display aber mit Knopf im Ohr ist das ja auch kein Problem. &#59;)

Um meine GPS-Tracks mitzuloggen habe ich die iPhone App MotionX-GPS benutzt. Echt ein tolles Tool mit sehr vielen Funktionen rund um GPS. Hat schon in Island gut funktioniert. Diesmal habe ich aber an meinen Tracks gesehen, dass zwischendurch immer einmal ein paar Kilometer Tracking fehlen. Komisch, was das wohl war? Liegt teilweise daran das sich das iPhone wegen Hitze ausgeschaltet hat, teilweise hat aber wohl auch die App Fehler verursacht. Also nicht wundern wenn wenn mal ein paar km nicht aufgezeichnet sind. &#59;)

Internet habe ich diesmal wie auch schon in Island über mein iPhone laufen lassen. In der Eurozone 1 kostet die Weekflat Internet 14,95?, da kann man mal überhaupt nicht meckern. UMTS ist zwar auf 100 MB limitiert die man schnell erreicht, aber auch im Edge Netz kommt man klar, man hat es ja nicht so eilig. Habe dann über das iPhone einen WLAN Hotspot eröffnet und konnte dann so über das Netbook surfen. Gute Geschichte und auf fremdes WLAN ist man nicht mehr angewiesen und hat das Internet immer dabei. Wenn das Handynetz in Rumänien auch nicht am Besten ausgebaut ist. &#59;)

Zum Schluss noch einmal der Link zu allen geschossenen Bildern:
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